Autor: Julius Mendes

Beim wöchentlichen Einkauf sind wir voll motiviert und beladen unseren Einkaufswagen mit reichlich Obst und Gemüse. Und das ist auch richtig so! Schließlich stellen diese die Grundlage einer gesunden Ernährung dar. Zuhause angekommen, stehen wir aber vor folgendem Problem: Wie und wo muss ich mein Obst- oder Gemüse lagern, um die jeweilige maximale Haltbarkeit dieser zu erreichen?

Daher möchten wir Euch mit diesem Beitrag einen kleinen Guide an die Hand geben, wie man optimal Obst und Gemüse lagert.

Lagere Obst und Gemüse getrennt

Zu Beginn sei gesagt, dass es bei fast allen Obst- und Gemüsearten ab dem Zeitpunkt der Ernte „bergab“ geht! Der Grund dafür sind Stoffwechselvorgänge, welche im Pflanzenteil weiterarbeiten und somit die Alterungsprozesse vorantreiben. 

Dennoch gibt es auch Ausnahmen: so zählen beispielsweise Tomate, Avocado, Apfel, Birne, Quitte, etc. als nachreifende Gemüse- oder Obstarten, welche bei richtiger Lagerung, eine verbesserte Qualität aufweisen.

Schütze dein Gemüse vor dem Austrocknen

Ein Faktor für den schnelleren Verderb von Obst- und Gemüse ist die Verdunstung, welche sich auch im Kühlschrank fortsetzt. Um die Austrocknung zu vermeiden, gibt es eine einfache Lösung:

Packe Salat oder auch anderes Gemüse einfach in eine geschlossene Box oder Plastiktüte. Achte dabei darauf, dass du dem Gemüse etwas freien Raum in der Box lässt.

Lagere dein Gemüse lichtgeschützt

Gemüse sollte dazu lichtgeschützt und kühl gelagert werden. Dies ist besonders wichtig bei Kartoffeln, Zwiebeln und Chicorée. 

Stutze das Grün

Mairüben, Kohlrabi oder Bundmöhren halten sich länger, wenn man vor dem Lagern das Laub auf bis etwa 2 cm entfernt.

Erfrische deine Kräuter

Bei frischen Kräutern sollte gleich zu Beginn das Gummiband entfernt werden. Anschließend ist es ratsam, ein Papiertuch zu befeuchten, dieses auf Frischhaltefolie zu legen und den Bund Kräuter sanft darin einzuwickeln und anschließend kühl zu lagern. Dies gilt jedoch nicht für Basilikum, welcher schnell verbraucht werden sollte! 

Und was mach ich mit meinem Obst?

Bei der Lagerung von Obst, muss man bei einigen Obstarten, aber auch der Tomate, auf einen unsichtbaren Reifegegner achten. Die Rede ist hier von dem unsichtbaren Reifegas, Ethylen.

Ethylen bewirkt, dass andere Früchte, die sich in unmittelbarerer Nähe zu stark Ethylen absondernden Früchten befinden, schneller reifen und somit schneller verderben.

Dies kann man sich allerdings bei nicht voll ausgereiften Früchten zu Nutzen machen.

Beerenobst wie Heidelbeere, Stachelbeere oder Himbeere, sollte am besten frisch verzehrt werden. Die Beeren, sollten bei der Lagerung im Kühlschrank, flach auf einem Teller mit Küchenpapier ausgelegt werden und anschließend mit Frischhaltefolie locker abgedeckt werden.

Steinobst wie Kirschen, Pflaumen Aprikosen, sollte man nicht vor der Lagerung waschen, sondern erst vor dem Verzehr. Die dabei entstehende Feuchtigkeit, würde den Verderb an diesen Stellen beschleunigen. 

Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen oder Grapefruit, sollten aus Geschmacksgründen  kühl und trocken gelagert werden. Er ist allerdings zu raten die reifen Früchte, am Ende der Saison im Kühlschrank aufzubewahren. 

Exotische Früchte wie Mango, Papaya und Banane sind von Natur aus hohe Temperaturen gewohnt und sind somit nicht für den Kühlschrank geeignet, da sie bei niedrigen Temperaturen, Kälteschäden in Form von braunen Stellen bekommen können.

Packe mich ja nicht in den Kühlschrank

Es gibt aber auch Gemüse- und Obstarten die auf keinem Fall im Kühlschrank gelagert werden sollten. 

Dazu zählen:

  • Papaya, Ananas, Mango (braune Stellen, glasig- wässrige Stellen, Aromaverlust)
  • Banane (Schwarzfärbung nach Kühlschrankentnahme)
  • Aubergine (braune Stellen)
  • Tomate (Aromaverlust)
  • Basilikum (schwarze Kälteflecken)

Quellen

  • Keimling Naturkost: „Obst und Gemüse richtig lagern“, unter:https://www.keimling.de/rohkost-welt/obst-und-gemuese-richtig-lagern/
  • Ökohof Brodowin- Brochüre
  • Grüner, H., Metz, R., & Hummel, M. (2018). Der junge Koch, die junge Köchin. Pfanneberg.
  • Heistinger, A., & Noah, A. (2018). Basiswissen Selbstversorgung aus Biogärten: Individuelle und gemeinschaftliche Wege und Möglichkeiten. Löwenzahn Verlag.

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