Was sind Kohlenhydrate und gibt es überhaupt schlechte Kohlenhydrate? 

Diese Frage klären wir heute, denn wir von NuMi Performance Nutrition sind große Fans von Kohlenhydraten.

Fangen wir klein an. Die Kohlenhydrate gehören neben Proteinen und Fetten zu den Makronährstoffen und bilden (im Normalfall) zusammen die Basis unserer Ernährung. Sie decken einen Großteil davon ab und sind in vielen Lebensmitteln zu finden.

Kohlenhydrate haben Einfluss auf unseren Stoffwechsel, unseren Energiehaushalt und sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel konstant bleibt. Gerade unser Gehirn und die Leber profitieren von ihrer Zufuhr.

Was sind Kohlenhydrate überhaupt?

Einfach gesagt: Kohlenhydrate sind Zuckerverbindungen.

Kurzer Schockmoment, denn viele denken jetzt wahrscheinlich: Kohlenhydrate = Zucker = Dick werden + ungesund. Wir möchten euch aufzeigen, wieso es pauschal gesagt keine schlechten Kohlenhydrate gibt.

Wie sehen diese Zuckerverbindungen aus und wie verteilen sie sich?

Einfachzucker:

Glukose: der kleinste Bestandteil jeder Kohlenhydratkette

Fruktose: Fruchtzucker, vor allem Früchte, Haushaltszucker und auch in Gemüse

Galaktose: auch Schleimzucker genannt, kommt z.B. in der Muttermilch vor

Zweifachzucker: 

Saccharose: weißer Haushaltszucker z.B. Backwaren, Getränke

Laktose: Milchzucker z.B. Milchprodukte jeglicher Form

Maltose: Malzzucker z.B. Malzbrot, Malzbier

Mehrfachzucker: 

Dextrin: oft künstlich hergestellt bzw. extrahierte Kohlenhydrate wie viele Nahrungsergänzungsmittel z.B. Maltodextrin

Vielfachzucker/Ballaststoffe: 

Polysaccharide: in viele verschiedenen Quellen wie z.B. Pilze, stärkehaltige -lebensmittel wie Kartoffeln, Reis, Vollkornprodukte bis hin zu Ballaststoffen

Ab wann sind Kohlenhydrate „schlecht“?

Gehen wir davon aus, dass jemand zwei Kugeln Eis als schlechte Kohlenhydrate bezeichnet.

Generell wollen wir weg von der Bezeichnung gut oder schlecht  – sondern zu mikronährstoffreiche oder -arme Kalorien gehen, bzw. ballaststoffreich und -arm. Bei der Bewertung eurer Hauptmahlzeiten solltet ihr zuerst hierauf achten und die Lebensmittelauswahl davon abhängig machen. Denn egal welches Lebensmittel wir zu uns nehmen, das Kohlenhydrat wird im Körper durch Enzyme aufgespalten und am Ende steht immer der Einfachzucker.

In der Praxis bedeutet es, dass unverarbeitete Lebensmittel/Kohlenhydratquellen wie Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte oder auch Vollkornprodukte zuerst auf dem Teller landen sollten.

Bewertungskriterien für eure Kohlenhydratquelle:

  • unverarbeitet bzw. wenige Inhalts- und Zusatzstoffe 
  • enthält Mikronährstoffe
  • enthält Ballaststoffe

Hier findet ihr die Kohlenhydratquellen die sehr oft in unserer Community auf dem Teller landen.

Was ist nun mit den zwei Kugeln Eis?

Ausgehend von der oben genannten Bewertung sollen somit die zwei Kugeln Eis nicht als Priorität der täglichen Ernährung gesehen werden, sondern eher als mögliches Extra. Habt ihr also euer Kalorienziel noch nicht erreicht und die oben genannten Punkte erfüllt, ist ein Eis nicht verboten.

Solltet ihr euer Kalorienziel bereits überschritten haben, seid ihr mit dem Eis natürlich im Kalorienüberschuss. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, kommt ganz auf euer derzeitiges Ziel an und selbst wenn es diesmal nicht in die Kalorien gepasst hat, fällt davon keiner um. Denn unsere Körperkompensation und -gewicht sind das Ergebnis unserer langfristigen durchschnittlichen Kalorienzufuhr und nicht die eines einziges Tages.

Fazit

Kohlenhydrate sind per se nichts Schlechtes. Denn es kommt sehr stark auf die richtige Auswahl und Menge an. Wir möchten nicht pauschalisieren, dass Süßigkeiten oder verarbeitete Lebensmittel absolute Verbote sind, doch sollten diese nur die kleinere Menge der täglichen Ernährung ausmachen. Uns ist es wichtig, dass unsere Leser und Community ein Bewusstsein für die Prioritäten der Lebensmittelauswahl besitzen.

Im nächsten Blogeintrag gehen wir auf Kohlenhydrate und Sporternährung ein.