Eine der Hauptaussagen ist, dass Fleisch dafür verantwortlich sei, die Funktion des Endothelium zu verschlechtern.
Es wird NICHT erwähnt, dass die Bewertung eines solchen Schadens am Endothelium von der allgemeinen Diät, Körperkompensation, Blutvolumen oder auch Stress (uvm) abhängt. Im Film soll dann die Bewertung auf einmal aus lediglich einem Burrito erfolgen.
Daraufhin wurde das Blutplasma der Athleten analysiert und für den Zuschauer ergibt sich das erschreckende Bild, nach einer fleischhaltigen Mahlzeit: das Blutplasma ist trüb (= muss ja schlecht sein). Jedoch können wir alle beruhigt sein, denn dieser Vorgang ist vollkommen normal – nach jeder fettreichen Mahlzeit werden Chylomikronen gebildet, die die Abbauprodukte der Fette in das Blut schleusen (=Blutplasma trüb).

Abgesehen davon, dass das vollkommen normal ist, kann man SO keine Rückschlüsse auf das Endothelium und die Blutviskosität ziehen. Bloß weil Fettsäuren im Blut sind, heißt das nicht, dass das Endothelium beschädigt wird! Vor allem wenn wir nicht wissen, wie sich die genaue alltägliche Diät (außerhalb des 1 Burritos) der Spieler zusammensetzt oder Daten wie bspw. über Stress und Training gegeben sind (wir erinnern uns an: Fried Chicken 😌)
Nehmen wir Bezug auf eine fettreiche Mahlzeit vor einer sportlichen Aktivität: kann es aufgrund der Bekömmlichkeit und Magenverweildauer einen negativen Einfluss auf die Leistung haben – jedoch NICHT weil Fleisch auf einmal das Endothelium schädigt.

Als letzten Punkt müssen wir noch erwähnen, dass die vorhandene Avocado im Burrito auch als Fettsäure im Blutplasma hätte gesehen werden müssen. Die naheliegendste Erklärung ist, dass die Blutanalyse von der Mahlzeit zuvor beeinflusst wurde, in der die vegane Person fettarm gegessen hat. Insgesamt fehlen aber wichtige Infos, um das Selbstexperiment umfassend bewerten zu können.

Morgen kommt Teil 2 zur Burrito-Szene, bei der auf die pflanzlichen Lebensmittel eingegangen wird. Wie immer mit @athleatcoach 🥳