Der Konsum von Fleisch soll das Risiko für Diabetes, Schlaganfälle und Herzinfarkte erhöhen.

Als Ursache wird auf die Entstehung von sogenannten „Plagues“ in den Blutgefäßen verwiesen – hierbei handelt es sich um Ablagerungen in den Arterien (Arteriosklerose). Dieser Prozess soll laut der Doku durch Fleisch hervorgerufen werden. Eine vegane Ernährung soll diesen Prozess also rückgängig machen.
Um dies zu untermauern wird eine Truppe übergewichtiger Feuerwehrleute vorgestellt, die nach einer Umstellung auf eine vegane Ernährung ihre Cholesterin- und Blutzucker-Werte verbessern können.

Was nicht erwähnt wird
Das Hauptrisiko für Arteriosklerose sind schlechte Blut-Cholesterin-Werte. Diese werden weniger durch Proteine, sondern viel mehr durch unterschiedliche Fettsäuren aus der Nahrung beeinflusst. Nicht alle Nahrungsfette wirken sich gleich auf die Cholesterin-Werte aus. Trans-Fettsäuren, die bei der industriellen Verarbeitung von Pflanzenölen entstehen, haben einen besonders schlechten Effekt. Lebensmittel mit hohem Transfett-Anteil können, müssen aber kein tierisches Eiweiß enthalten. So enthalten neben Chicken-McNuggets (Bsp für Fleisch-Variante) auch Croissants (Bsp vegetarisch) und Pommes (Bsp vegan) viele Transfette.
Es gibt etliche Studien, die zeigen, dass man mit einer gesunden Mischkost, die fettarme Fleisch-Produkten enthält, einer mediterranen o. Paleo-Kost seine Cholesterin- und Blutzucker-Werte verbessern kann.
Dass die Feuerwehrleute ihre Blutwerte mit der veganen Ernährung verbessern konnten, überrascht uns nicht. Die Feuerwehrmänner sind größtenteils übergewichtig und ernähren sich primär von Fertigprodukten. Jede andere gesunde Ernährungsumstellung hätte wohl denselben Effekt erzielt.

Dass Fleisch prinzipiell ungesund ist und das Risiko für Infarkte, Schlaganfälle und Diabetes erhöht, ist schlichtweg falsch. Viel mehr sind hoch verarbeitete Lebensmittel das Problem, welche teilweise natürlich auch tierische Protein enthalten. Die Hauptursache für Diabetes-Typ-2 ist Übergewicht. Dieses Phänomen ist letztlich auf eine zu hohe Kalorienzufuhr und zu wenig Bewegung zurück zu führen & nicht auf einen einzelnen Makronährstoff.